Archiv für den Monat April, 2003

Dorsch

Der Dorsch

Dorsch

dorsch

Der Dorsch ist ein Räuber, er jagd meißt in Grundnähe auf Fische, Krabben aber auch Würmer und Muscheln gehören zu seiner Beute. Die Monate Oktober bis Dezember sowie Februar (je nach Temperatur) ,März bis Mai sind die besten Monate um von der Küste aus auf Dorsch zu fischen. In diesen Monaten kommen sie in mitteltiefes Wasser zwischen 2 und 5 Meter Wassertiefen sind nun völlig ausreichend. Diese Tiefen sind an einigen Stränden der deutschen Ostsee schon ab Wurfweiten von weniger als 50 Meter zu erreichen. Wenn man sich nun überlegt hat an welchen Strand es gehen soll, sollte (wenn möglich) von einer Düne o.ä der Strand begutachtet werden. Der Dorsch liebt steinigen Grund, Tangfelder , Krautbänke und Muschelkanten mit tiefen Wasser. An den Stränden rund um Fehmarn braucht man nicht lange danach zu suchen ,allerdings sind diese Topplätze meißtens in Wurfweiten um die 100 Meter, nur ein paar liegen darunter. Hierzu zählen Staberdorf, Marinenleuchte, Fehmarnsund, Westermarkelsdorf um nur einige zu nennen. Die Köderpalette für unsere Ostseetiger ist vielfälltig, beginnend mit Wattwürmern zu Seeringelwürmer, Heringsfetzen, Tobiasfischen, Muschelfleisch und Krabben und Garnelen.

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Der Heringswurm

Der Heringswurm

Bei den weisslichen Würmern im Fleisch von Dorschartigen und Plattfischen handelt es sich um Anisakis, den Heringswurm. Er ist leider weniger unbedenklich : Wer rohes, von Anisakis befallenes Fischfleisch isst (z.B. Fischtartar), spielt mit seinem Leben ! Vor ungefaehr 15 Jahren waren diese Parasiten wegen mindestens eines Todesfalles im Gespraech. Da in einigen Gegenden Norwegens fast alle Angelfischarten befallen sind, sollte man die Lebensweise des Wurms kennen : Die Masse der Wuermer sitzt in den Innereien der befallenen Fische, und bohrt sich erst nach deren Tode ins Muskelfleisch und unter die Haut, um von dort aus den Sprung ins Verdauungssystem des neuen Wirtes (Seehund, Moewe usw.) zu schaffen. Das bedeutet : Einen gefangenen Fisch nach dem Toeten sofort ausnehmen, um die Wanderrate ins Filet möglichst gering zu halten. Zweitens : Beim Filetieren auch die Haut entfernen. Das minimiert die Wuermerzahl nochmals. Und drittens : Die Filets vor der Zubereitung in Suesswasser spuelen (minimiert ebenfalls die Würmerzahl im Fischfleisch und toetet viele) und gruendlichst durchgaren. Faustregel : Nur bei einer Mindesttemperatur von 70°C in jeder (!!!) Stelle des Filets hat kein Anisakis ueberlebt.

Uebrigens: In manchen Gegenden Norwegens sind Lumb und Schellfisch eigenartigerweise nicht befallen. Vielleicht mal darauf angeln ?!

Freundliche Grüsse aus der ESOX-Redaktion von Sven Halletz

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Der Schwimmblasenwurm beim Aal

Schwimmblasenwurm

Bei den Würmern im Aal handelt es sich um den Schwimmblasenwurm Anguillicola crassus, der sich in der Schwimmblase des Aals von Aalblut ernaehrt. Er wurde mit dem Hin- und Hergekarre von Aalbesatz aus Japan eingeschleppt, wo er den Japanischen Aal befaellt. Die Wissenschaftler vermuten: Der Schwimmblasenwurm verhindert, dass sich unsere abwandernden Blankaale im Ozean in der Tiefe halten koennen, wo sie wandern muessen, um das Saragassomeer ueberhaupt zu erreichen. Der Wurm ist also mitverantwortlich fuer den Rueckgang der Aalbestaende in Europa, da er verhindert, dass die Elterntiere ihre Laichplaetze erreichen koennen. Die Befallrate mit Schwimmblasenwürmer betraegt in einigen deutschen Gewaessersystemen 100 Prozent des Aalbestandes ! Einzige gute Nachricht : Die Wuermer sind fuer den Menschen unbedenklich. Freundliche Gruesse aus der ESOX-Redaktion von Sven Halletz

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