Aalmutter

Die Aalmutter

Aalquappe; Aalputen(Fehmarn); Jelmodder (Föhr); Tug (Helgoland)
Wissenschaftliche Bezeichnung : Zoarces viviparus L.
Ausländische Namen : Dän: Aelekvabbe; Engl.: eelpout,greenbone;
Franz.: loquette; holl.: puitaal; Norw.: alekvabbe, alekone;
Schwed.: Tanglaken,Alkusan

Die Aalmutter bewohnt die flachen Küstenregionen Ost .- und Nordküsten. In der Ostsee dringt der Fisch bis in die äußersten ausgesüßten Bottenseen vor, an der mecklenburgischen Küste ist der Fsich überall häufig. Den Fisch findet man bei uns sehr häufig in der Ostsee um Fehmarn (besonders im Nord und Westteil) .Die Aalmutter ist ein typischer Fisch der Seegrasregion. Der Fisch bevorzugt ruhige, geschützte Buchten, Häfen und die ruhigen Seiten von Buhnen (Miramar,Meeschendorf)

Die Aalmutter gilt als seßhafter Fisch, der keine Wanderungen unternimmt. Der Fisch bevorzugt Gebiete, die seinem Bedürfnis nach Deckung entgegenkommen. An der Ostseeküste sind dies vor allem die Seegrasregionen sowie die Tangfelder auf Geröllplätzen. Beliebte Aufenthaltsorte sind Steinschüttungen am Fuße von Molen und Buhnen und Spundwände , Landungsbrücken (Travemünde) und vertäuten Schiffen. In all diesen Bereichen zählt die Aalmutter sowohl an der Ost.- als auch an der Westküste zu den häufigsten Fischen. Während der Nacht.- und Dämmerungszeiten ziehen die Fische auf kurzen Wegen bis in die flachsten Gebiete. Aber auch am Tage findet man sie im flachen bis 5 m tiefem Wasser in ihren Verstecken. Eigentlich ist die Aalmutter kein Schwarmfisch , so kommt sie doch selten allein ,fast immer wartet ein weiterer Fisch .

Die Aalmutter nimmt ausschließlich tierische Nahrung zu sich. Bevorzugt werden Weichtiere und Würmer, Muscheln, Schnecken und sich häutende Krabben und Krebse.

Aalmuttern lassen sich ganzjährig fangen. in der warmen Jahreszeit leben sie oft zusammen mit den Aalen in unmittelbarer Ufernähe, oft im flachsten Wasser. Wenn es kälter wird, ziehen sie sich in etwas tieferes Wasser zurück, unter- schreiten aber auch dabei kaum die 10.Meter-Tiefenlinie. Da der Fisch gesellig lebt, lassen sich dort , wo einer an den Haken ging, weitere Exemplare erbeuten. Dies gilt ganz besonders für die Monate August bis September, wenn sich die Aalmuttern paaren und sich oft zu größeren Trupps zusammenschließen.Aber auch später, selbst im tiefsten Winter, nehmen die Fische den Köder. Allerdings sollte der waidgerechte Angler, dann die tragenden Tier schonen und in allen Regionen die nur örtlich geltenden Artenschonzeit einhalten.Aalmuttern lassen sich an dunklen Tagen oder während der Dämmerungszeiten leichter erbeuten, als am Tage. Strahlender Sonnenschein und ruhige See gelten als besonders ungünstig,trübes Wasser und trüber Himmel schaffen bessere vorraussetzungen.

Der Fang beschränkt sich im wesentlichen auf zwei Methoden. In den Häfen entlang der Nordseeküste bevorzugen viele Angler das Posengeschirr entlang der Ostseeküste wird in erster Linie mit dem Paternostergeschirr (zwei Hakenmontage) und dem Laufblei geangelt. Beide Methoden bringen nur dann Erfolg, wenn die Feinheit der Geschirrkombinationen dem geringen Gewicht der Fische und dem manchesmal zögernden Beißverhalten angepaßt ist. Oft ergreifen diese Fische den Köder, ohne ihn davonzutragen, so das der Angler bei Verwendung von zu großem Geschirr vom Anbiß nichts bemerkt. Da die Aalmutter sich keineswegs leicht selbst verhakt, sondern oft in aller Ruhe den Köder Stück für Stück vom Haken knabbert und reißt, ist die Verwendung von feinem Geschirr und empfindlichen Bißanzeigern ratsam.

Es muß gefühlvoll gefischt werden und schon beim ersten Zupfer angeschlagen werden. Aalmuttern sind sehr zählebig und lassen sich hältern. (Achtung wegen Hälterungsverbot)

Um die Bestände zu schützen, ist im Bereich der Flensburger Förde zwischen deutschen und dänischen Fischereibehörden eine Artenschonzeit vereinbart worden. Demnach dürfen alle Aalmuttern von mehr als 20 cm Länge in der Zeit vom 01.10. bis zum 31.01. nicht gefangen werden und auch kleinere Tiere müssen ,soweit erkennbar ist, daß sie trächtig sind, zurückgesetzt werden. Da die Geschlechter bei diesem Fisch nur schwer unterscheidbar sind (lediglich die Ausprägung der Papille am After gibt Hinweise) und zudem die weiblichen Tiere in der Anzahl deutlich überwiegen, sollte der waidgerechte Angler in der Winterzeit ganz auf die Mitnahmen von Aalmuttern verzichten.